Meine ganz persönliche Geschichte

Ich zeige dir wie du mit Freude und Leichtigkeit erfolgreicher trainieren und tanzen kannst!

Meine ganz persönliche Geschichte

Schüchtern war ich, oh ja, ich war ein sehr schüchternes Mädchen. Auf dem Schulweg und in der Schule war ist meistens alleine. Im Unterricht traute ich nichts zu sagen. Ich streckte die Hand nur auf, wenn ich mir meiner Antwort zu 100 % sicher und mir die Antwort in Gedanken einige Male durchgegangen war. Ich begriff schon sehr früh, dass „reden vor Leuten“ für mich äusserst unangenehm war. Auch in einer kleinen Runde von Personen hielt ich mich stets mit Sprechen zurück. Wenn ich was sagen musste, spürte ich die Hitze, welche in meinem Kopf regelrecht aufstieg und mein Gesicht wurde rot. Ebenfalls sehr unangenehm war es mir, mich vor andern Leute zu bewegen. Sei es im Sportunterricht oder auch im privaten Rahmen. In einem Restaurant vom Tisch aufzustehen und zur Toilette zu gehen und zu wissen (oder jedenfalls zu meinen), dass mich nun viele Personen anschauen, mir zuschauen, liessen mich meine normalen Gehbewegungen wie gelähmt und blockiert fühlen. Was für ein psychischer und körperlicher Kraftakt das jeweils für mich war!

Nun, die Zeit verging und ich entwickelte mich natürlich auch so weiter, auch wenn es für mich sehr mühsam und nicht immer einfach war. In der Berufsschule dann mal ein unschönes Erlebnis eines Lehrers: „…ach, Sie wollen ja eh nichts sagen…“. Das war dann für mich schon ziemlich dicke Post! Ich weiss noch genau, was ich damals gedacht habe: ‚wollen schon, aber können nicht‘.

Die Jahre vergingen und ich besuchte mit meiner 11 Jahre älteren Schwester eine Schnupperstunde im Aerobic. Ich stelle mich selbstverständlich in die hinterste Reihe und versuchte äusserst angestrengt den Bewegungen zu folgen. Es war übrigens für mich sehr schwierig, mir die Abläufe zu merken! Plötzlich meinte der Kursleiter, ich soll doch in die vorderste Reihe, direkt rechts hinter ihn kommen. Oh Mann! Das war zu viel für mich und ich lief hochrot an! Jetzt kann ich natürlich darüber lachen. Und der Rest ist Geschichte! Vielleicht habe ich im Unterbewusstsein mein Problem bzw. meine Hürde erkannt und ich therapierte mich wohl selber mit dem Wunsch, Tanzlehrerin zu werden. Denn als Tanzlehrerin muss ich ja vor Schülerinnen sprechen und bewegen, ja sogar tanzen. 🙂 Dies war natürlich ein längerer Prozess – aber damals habe ich meine Komfortzone natürlich verlassen, um mein Ziel, Tanzlehrerin zu werden, zu erreichen.